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Georg von Wagner

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Glasfasertipps für den Hausbau – Schnelles Internet vom Keller bis in die Wohnung (Teil 1 / 4)

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Wer heute ein Haus baut, vom neuen Heim für die Familie bis zum Bürogebäude, würde garantiert nicht auf die Idee kommen, bei der Planung die Leitungen für Strom, Wasser und Heizung zu vergessen. Im 21. Jahrhundert gibt es aber einen weiteren Anschluss, der für Bauherren und -frauen, Hauseigentümer*innen und Mieter*innen längst genauso unverzichtbar ist – nämlich das schnelle Internet. Und hier zahlt es sich im wahrsten Sinne des Wortes aus, die Highspeed-Gebäudenetze vom Keller bis in die Wohnung von Anfang an einzuplanen. Das spart Geld. Und es vermeidet im Vergleich zu einem nachträglichen Einbau jede Menge Dreck, Ärger – und unschöne Kabelkanäle, die dann auf Putz im Treppenhaus, in der Wohnung oder den Geschäftsräumen verlegt werden müssen. In einer vierteiligen Serie beantworten wir die wichtigsten Fragen, die Bauleute und Planer*innen zu diesem Thema haben. Im ersten Teil geht es darum, wie die Glasfaser in Gebäuden von der Straße über den Keller bis in die einzelnen Wohnräume gelangt.

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Bei dem Ausbau von Highspeed-Gebäudenetzen gibt es einiges zu beachten.

Highspeed-Internet ohne Tempoverlust bis in die Wohnung

Zwei der wichtigsten Begriffe für modernes Highspeed-Internet lauten Glasfaser und FTTH. Die hauchdünne Glasfaser transportiert Daten mit Lichtgeschwindigkeit von und zu den Nutzer*innen. FTTH sorgt dafür, dass das Tempo dann auch tatsächlich in den Wohnungen oder Büros und an den Geräten ankommt. Das Kürzel steht für „Fiber to the Home“ – also für Glasfaser, die bis in die Gebäude hinein verlegt wird, und die nicht an der Bordsteinkante endet. Denn nur so, ohne lange Kupferstrecke zwischen Straße und Haus, wird tatsächlich Gigabit-Tempo möglich. Aber: Wenn die Telekom die Glasfaser in den Keller gelegt hat, ist das nur der erste Schritt. Die Signale müssen auch über Highspeed-Gebäudenetze in die einzelnen Räume – und hier gibt es einiges zu beachten.

Warum sollte die Glasfaser von Beginn an eingeplant werden?

Mario Zerson arbeitet bei der Telekom im Bereich Strategy & Technology Innovation. Er erklärt plastisch, welchen Aufwand sich Bauleute sparen können, die ihre Internetleitungen genauso frühzeitig planen, wie das bei Strom oder Gas seit mindestens einem Jahrhundert üblich ist: „Es ist wichtig, weil man in der Rohbauphase besonders günstig ein Leerrohrsystem verlegen kann – um dann später in einer neubezogenen Immobilie nicht wieder mit der Hilti durchs Treppenhaus zu müssen.“

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Mario Zerson, Strategy & Technology Innovation, Deutsche Telekom.

Wie kommt die Glasfaser vom Keller in die einzelnen Räume?

Wer einen FTTH-Anschluss der Telekom bucht, erhält meist im Keller einen sogenannten Glasfaser-Abschlusspunkt (Gf-AP). Hier endet das Außenkabel des Netzbetreibers. „Und von diesem grauen Kasten“, so Glasfaser-Experte Zerson, „muss dann ein weiteres Netz, möglichst wieder mit Leerrohren, in die Wohnung oder in die Wohnungen der Kund*innen gelegt werden“. Dort landet das Glasfaserkabel in einer Abschlussdose für den Router – oder in einem Multimediaverteiler, wie er heute Stand der Technik ist. So ein Verteiler bietet Platz für Router, Telefon, Türsprechanlage oder weitere Smart-Home-Geräte.

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Das Glasfaserkabel kommt in der Abschlussdose an.

Was ist hier der Unterschied zwischen Einfamilienhaus und größeren Gebäuden?

Im Einfamilienhaus genügt es oft schon, durch die Kellerdecke zu kommen – und schon befindet sich die Glasfaserleitung im Wohnzimmer. In Zweifamilienhäusern oder noch größeren Gebäuden ist mehr Aufwand und damit auch mehr Vorab-Planung erforderlich. Hier sollten Leerrohre in die einzelnen Wohnungen führen. Je nach Größe sind auf allen Etagen, oder zumindest in einzelnen Stockwerken, noch sogenannte Glasfasersammelpunkte oder Etagenverteiler erforderlich.

Wie geht es in der Wohnung weiter?

Wenn die Glasfaserleitung dann in der Wohnung oder auch im Büro angekommen ist, geht es darum, das Signal in die einzelnen Räume, zu den Computern oder Fernsehern der Kund*innen zu bekommen. Mario Zerson weiß, warum es auch dabei wichtig ist, sich frühzeitig Gedanken zu machen: „Die Planung, wie es in der Wohnung weitergeht, wo brauche ich WLAN-Empfang, wo habe ich meine Computer oder meinen Fernsehanschluss – das ist sowohl im Haus als auch in der Wohnung vergleichbar. Da sollte man sich mit einer ordentlichen Papierplanung hinsetzen und alle Kabel und Endstellen auf einen Punkt konzentrieren.“ Von diesem zentralen „Sternpunkt“ aus sollten alle Räume möglichst gut mit Leitungen erreichbar sein. Für die optimale Verteilung in die einzelnen Räume genügt dann ein aktuelles und Gigabit-fähiges Cat-7-Netzwerkkabel, allgemein auch als „Ethernetkabel“ bekannt. So ein modernes kupferbasiertes In-House-Netz ermöglicht dann Gigabit-Tempo für alle Geräte.

Brot, Salz – und Glasfaser

Für frischgebackene und stolze Bewohner*innen von neuen vier Wänden sollte es künftig also nicht nur traditionell Brot und Salz geben – sondern den modernen und nützlicheren Mix aus Brot, Salz und Glasfaser. Dieser Ratgeber (PDF) der Deutschen Telekom für Bauherren und Bauherrinnen zeigt, warum das schnelle Internet bei der Bauplanung heute genauso wichtig ist wie Strom, Wasser und Heizung. Ein Telekom-Video zum Thema „Brot, Salz, Glasfaser“ gibt es aktuell bei YouTube. Wie die In-House-Vernetzung in einem Mehrfamilienhaus im Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt optimal funktioniert, zeigt ein weiterer Film. Und noch mehr Informationen zu diesem Thema für Hausbau und Planung bietet die Deutsche Telekom in einem weiteren Blogbeitrag sowie unter telekom.de/bauherren.

Im nächsten Teil unserer Reihe „Glasfasertipps für den Hausbau“ verraten wir, wie es mit der optimalen Kabelführung klappt. Im dritten Teil erklärt „Doktor Glasfaser“, worauf es bei der Wahl der passenden Glasfasern und Stecker ankommt. Und im letzten Teil geht es schließlich noch darum, wie das schnelle Highspeed-Internet optimal in Ihrer Wohnung verteilt wird. Wir drücken allen Bauherren und -damen die Daumen, dass das Bauen (fast) so schnell läuft wie später das neue Glasfaser-Internet!

Mehr zum Thema gibt's in diesem Video:

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Georg von Wagner

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Glasfasertipps für den Hausbau – volles Rohr: Die optimale Kabelführung (Teil 2 / 4)

Glasfaser bietet Highspeed-Internet – und lässt sich mit cleverer Planung praktisch unsichtbar im gesamten Gebäude verlegen.

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