

Insel-Internet: Glasfaser-Premiere auf Rügen
Das schnelle Internet ist endlich reif für die Insel! Beim Glasfaserausbau der Telekom in Bergen haben nun die ersten Kund:innen ihren Breitbandanschluss im Haus – und das nach nur zwei Monaten Bauzeit. Warum es im Hauptort von Deutschlands größter Insel Rügen so schnell ging? Die Telekom hat beispielsweise eine Erdrakete beim Netzausbau eingesetzt. Telekom-Glasfaser-Kunde Nr. 1 in Bergen ist eine Familie mit drei Kindern. Wir verraten, wofür sie die Glasfaserleitung brauchen.
Lichtgeschwindigkeit kommt Nachhause
8.200 Haushalte in Bergen bekommen derzeit einen Glasfaseranschluss ins Haus gelegt – also Internet mit Lichtgeschwindigkeit. Welche Arbeiten dafür notwendig sind, erklärt Sebastian Thoms, Leiter des örtlichen Glasfaser-Ausbaus: „In den letzten Wochen haben wir schon im Tiefbau mehrere Rohrverbände verlegt. Und heute verlegen wir die Glasfaser.“
Das heißt: Vom Netzverteiler aus, dem grauen Kasten am Straßenrand, bläst ein Kompressor die hauchdünnen Glasfasern mit Druckluft über Hunderte von Metern in die Häuser und Wohnungen. Dort befindet sich dann die „OneBox“ der Telekom – also der Glasfaser-Abschlusspunkt, an den der Router und alle weiteren Geräte angeschlossen werden. Bei dieser „Fiber to the Home“-Technik (FTTH, Glasfaser bis ins Haus) sind auch auf Rügen bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde möglich. Das superschnelle Gigabit-Internet wird damit auch auf der Ostsee-Insel Realität.
Kunde Nr. 1: “Das ist der Wahnsinn“
Glasfaser-Kunde Nr. 1 in Bergen auf Rügen ist André Thedran mit seiner Familie. Für ihn kommt es wie gerufen, dass an seinem Anschluss jetzt das Telekom-„T dran“ ist: „Wir haben drei Kinder, die surfen natürlich viel und benutzen ganz viele Apps. Wir gucken Disney+, wir haben Sky Q, und das braucht alles wahnsinnig Datenvolumen.“ Der Bedarf war also groß: „Das war höchste Eisenbahn, denn es hat ganz schön geruckelt manchmal. Aber jetzt funktioniert es super.“
Und dabei ist Familie Thedran zunächst noch konservativ ins Glasfaser-Zeitalter gestartet, mit einem Tarif für nur 50 Megabit pro Sekunde. Doch nun haben die Fünf Blut geleckt, verrät Familienvater André: „Im Zuge der ganzen Überlegungen haben wir nochmal Familienrat gehalten und mit den Kindern gesprochen. Die haben gesagt, ‚Ach Papa, ein bisschen mehr würde schon noch gehen‘. Also werden wir wahrscheinlich die XXL-Variante nehmen.“ Mit maximal 1.000 Megabit ist jedenfalls noch jede Menge Luft nach oben.
Mit dem Tempo, das die Telekom beim Ausbau hingelegt hat, ist der Premierenkunde jedenfalls zufrieden: „Ich fand, das war schon sehr schnell. Im Dezember ging es los, dass man die ersten Nachrichten gehört hat. Jetzt haben wir Anfang April, das ist natürlich Wahnsinn. Ich fühle mich auch ein bisschen wie ein VIP und werde mit stolzer Brust durch die Stadt laufen.“
Turbo für Glasfaserausbau ist eingeschaltet
Warum Familie Thedran so schnell vom neuen Anschluss profitieren konnte, liegt daran, dass die Telekom nicht nur beim Ausbau den Turbo eingeschaltet hat. „Die Wartezeit, bis nach der Verlegung des Anschlusses beim Kunden alles funktioniert, beträgt exakt null Tage“, berichtet Telekom-Ausbauleiter Sebastian Thoms. „Die Kund:innen können das Produkt noch am selben Tag nutzen. Früher wären sie vielleicht erst in sechs oder sieben Monaten ins Netz gekommen.“
Der Grund dafür: Früher musste eine komplette Baumaßnahme erst abgeschlossen sein, in diesem Fall also der Breitbandausbau in Bergen. Erst dann hat die Telekom die Anschlüsse für die Kund:innen buchbar und somit nutzbar gemacht. Das alles konnte Monate dauern. Heute tritt also niemand mehr auf diese „Glasfaser-Bremse“. „Wir nehmen enorm Geschwindigkeit auf“, freut sich Telekom-Mann Thoms.
Und was ist eine Erdrakete?
Damit die Bauarbeiten so enorm schnell vorankommen wie auf Rügen, setzt die Telekom unter anderem auf sogenannte Erdraketen. Das sind Bodenverdrängungshammer, die aussehen wie eine kleine Rakete. Sie werden mit Druckluft pneumatisch durch das Erdreich getrieben und graben so die Kanäle für die Glasfaser-Leerrohre. Weil dabei die Oberfläche nicht angerührt werden muss, sparen solche modernen Pressbohrungen viel Tiefbau und lästige Baugruben für die Bürger.
Auch andere Verlegemethoden lassen den Glasfaserausbau Fahrt aufnehmen, wie Ausbauleiter Sebastian Thoms weiß: „Wir verlegen im Boden nicht mehr in einer Tiefe von 60 Zentimetern, wie früher – sondern auch in minderer Tiefe, zum Beispiel auf 45 Zentimetern.“ Zudem habe die sehr kooperative und engagierte Kommune Bergen ein schnelles Wegesicherungsverfahren ermöglicht.
„Das heißt, von unserer technischen Planung bis zum Baustart vergingen nur wenige Wochen, so dass wir direkt loslegen konnten, nachdem der Schnee getaut ist.“
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